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Autor: Martina Wendinger

Wenn die Liebe fremdgeht – Wie systemische Paartherapie hilft, Vertrauen und Nähe neu aufzubauen


Fremdgehen verletzt tief. Systemische Paartherapie kann helfen, Untreue zu verstehen, Vertrauen zu heilen und die Liebe neu zu entdecken.


Wenn die Liebe fremdgeht – der Schmerz des Vertrauensbruchs

Fremdgehen gehört zu den schmerzhaftesten Erfahrungen, die eine Beziehung erschüttern können.
Ein Moment, ein Geheimnis, eine Nachricht – und plötzlich steht die Welt still.
Vertrauen, das über Jahre gewachsen ist, scheint in Sekunden zu zerbrechen.

Für viele Betroffene ist ein Seitensprung nicht nur ein körperlicher, sondern vor allem ein emotionaler Verrat.
Es tauchen Fragen auf wie:
„War alles eine Lüge?“„Warum hat er oder sie das getan?“„Kann ich jemals wieder vertrauen?“

Die Wucht dieser Gefühle ist enorm. Doch so zerstörerisch Untreue auch wirken kann – sie markiert nicht immer das Ende einer Beziehung.
Manchmal ist sie der schmerzhafte Anfang eines ehrlicheren Dialogs, der lange überfällig war.


Warum Menschen fremdgehen – was dahintersteckt

Fremdgehen entsteht selten aus dem Nichts.
Hinter einer Untreue stehen oftmals unerfüllte Bedürfnisse, fehlende Kommunikation oder ein Gefühl von Entfremdung.

Unerfüllte Bedürfnisse und fehlende Nähe

Viele Menschen beschreiben, dass sie sich in ihrer Beziehung nicht mehr gesehen oder verstanden fühlen.
Alltag, Stress, Routine – Nähe und Zärtlichkeit treten in den Hintergrund.
Ein vertrautes Gespräch mit jemand anderem kann dann plötzlich zu viel Nähe erzeugen – und Grenzen verschwimmen.

Die Suche nach Bestätigung oder Lebendigkeit

Manche Menschen suchen im Fremdgehen nicht eine andere Person, sondern ein vermisstes Gefühl:
es geht darum, gesehen zu werden, sich begehrt fühlen und wieder zu spüren, dass man lebt.
Systemisch betrachtet ist Fremdgehen kein Zufall, sondern Ausdruck eines Ungleichgewichts im Beziehungssystem – ein Signal, dass etwas in Bewegung geraten ist.


Systemische Paartherapie – ein neuer Blick auf Untreue

In der systemischen Paartherapie geht es nicht darum, Schuldige zu finden, sondern Zusammenhänge zu verstehen.
Die Beziehung wird als ein lebendiges System betrachtet, in dem beide Partner miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen.

Wenn einer fremdgeht, stellt sich meist unmittelbar die Frage:

  • Was hat in unserer Beziehung gefehlt?
  • Welche unausgesprochenen Erwartungen, Verletzungen oder Muster wirken hier?
  • Und wie können wir diese gemeinsam verändern?

Die systemische Haltung ist dabei lösungsorientiert und wertschätzend.
Es geht nicht um Verurteilung, sondern um Verstehen – und darum, wie aus Krise neue Klarheit und Nähe entstehen können.


Wie systemische Paartherapie nach dem Fremdgehen hilft

Nach einem Seitensprung herrschen Chaos, Wut, Verzweiflung und meist tiefe Verletzung.
In der Therapie entsteht ein sicherer Raum, in dem beide Partner ihre Perspektive mitteilen dürfen – ohne Bewertung, aber mit ehrlichem Interesse füreinander.

Emotionen benennen und aushalten lernen

Der erste Schritt ist, den Schmerz auszusprechen.
Nur wenn Wut, Trauer und Enttäuschung Platz bekommen, kann Heilung beginnen.
In der Systemischen Therapie wird das Paar in diesem Prozess begleitet, damit er nicht in Vorwürfen endet, sondern zu einem echten Dialog führt.

Vertrauen Schritt für Schritt wieder aufbauen

Vertrauen lässt sich nicht erzwingen – aber es kann wachsen, wenn Offenheit und Transparenz entstehen.
In der systemischen Paartherapie lernen Paare, ehrlich über Bedürfnisse und Grenzen zu sprechen, Verantwortung zu übernehmen und neue Vereinbarungen zu treffen.

Grenzen und Bedürfnisse neu definieren

Viele Beziehungen verändern sich durch diese Arbeit tiefgreifend.
Es geht darum, alte Muster loszulassen und neue Formen von Nähe, Respekt und Intimität zu entwickeln und eine gemeinsame Sprache wieder zu entdecken.
Nicht selten entsteht daraus eine stärkere, bewusstere Verbindung als zuvor.


Wenn aus der Krise eine Chance wird

Fremdgehen bedeutet Schmerz, aber auch Bewegung.
Viele Paare berichten, dass der Seitensprung sie gezwungen hat, Themen anzusprechen, die lange verdrängt wurden.
Mit der richtigen Begleitung kann diese Krise zur Wachstumschance werden.

In der systemischen Arbeit geht es nicht darum, die Vergangenheit zu löschen, sondern aus ihr zu lernen.
Beide Partner dürfen neue Wege finden – sei es gemeinsam oder getrennt.
Wichtig ist, dass die Entscheidung bewusst, ehrlich und selbstverantwortlich getroffen wird.


Fazit – Liebe braucht Mut, auch nach dem Fremdgehen

Fremdgehen ist kein leichter Weg, und Heilung braucht Zeit. Es muss kein Ende bedeuten, sondern kann auch ein Wendepunkt in der Beziehung sein.
Wer bereit ist, hinzuschauen, kann in dieser Erfahrung mehr finden als nur Schmerz, nämlich
die Möglichkeit, sich selbst und den anderen neu kennenzulernen.

Die systemische Paartherapie bietet den Raum, um Verletzungen zu verstehen, Vertrauen zu heilen und Beziehung neu zu gestalten.
Denn manchmal bedeutet Liebe nicht, perfekt zu sein – sondern mutig genug, neu anzufangen.

So kann aus der Krise eine Chance werden – für eine authentischere, bewusstere und lebendigere Liebe.


Möchten Sie als Paar wieder zueinander finden?
In meiner systemischen Paartherapie begleite ich Sie dabei, Vertrauen Schritt für Schritt neu aufzubauen und Ihre Beziehung mit Achtsamkeit zu gestalten.
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Vorsätze fürs neue Jahr: Mit systemischem Blick zu nachhaltiger Veränderung

Der Jahreswechsel ist für viele Menschen der Moment des Innehaltens und er lädt dazu ein, Bilanz zu ziehen und sich neu auszurichten. Zwischen den freien Tagen, der Ruhe und dem Blick auf das kommende Jahr entsteht ein natürlicher Raum, um Gewohnheiten zu überdenken und neue Vorhaben zu formulieren. Doch während der Motivation zu Jahresbeginn hoch ist, zeigt die Erfahrung: Viele Vorsätze verlieren bereits nach wenigen Wochen an Kraft.
Die systemische Therapie bietet hilfreiche Denk- und Handlungsansätze, die Vorsätze nicht nur realistischer, sondern auch nachhaltiger machen. Sie erweitert die klassische Zielsetzung um die Frage nach den Zusammenhängen, in denen wir leben und nach den Mustern, die unser Verhalten formen. So wird aus einem Vorsatz nicht nur ein „Projekt“, sondern ein bewusster Schritt hin zu mehr stimmiger Selbstgestaltung.

Warum wir Vorsätze fassen und weshalb die systemische Sicht hilft

Aus systemischer Perspektive befinden wir uns immer in Beziehungs- und Handlungssystemen wie unsere Familie, die Arbeit, unser Freundeskreis, aber auch gesellschaftliche Erwartungen. Vorsätze entstehen selten isoliert. Sie sind häufig Reaktionen auf unser Umfeld oder Signale unseres Systems. Ob wir „mehr Sport treiben“, „gesünder essen“ oder „Stress reduzieren“ möchten – dahinter stehen oft Bedürfnisse, die tiefer gehen als die Oberfläche vermuten lässt.

Systemisch betrachtet lohnt sich daher die Frage:

„Welchen Sinn hat dieser Vorsatz in meinem Leben – und in welchem System möchte ich dadurch Bewegung erzeugen?“

Indem wir die Funktion eines Vorsatzes verstehen, gewinnen wir Klarheit darüber, ob er wirklich zu uns passt.

Typische Vorsätze – und ihre systemische Bedeutung

Viele Menschen starten mit ähnlichen Themen ins neue Jahr. Doch hinter jedem Vorsatz liegen individuelle Geschichten:

  • Mehr Bewegung – häufig ein Wunsch nach Selbstfürsorge oder nach einem Ort, der nur mir gehört.
  • Gesündere Ernährung – möglicherweise ein Bedürfnis nach mehr Energie, Klarheit und Stabilität im Leben
  • Weniger Stress – kann ein Hinweis darauf sein, dass bestimmte Rollen (z. B. beruflich oder familiär) stark im Vordergrund stehen.
  • Mehr Zeit für Beziehungen – das Bedürfnis nach Verbindung und Zugehörigkeit.
  • Ordnung schaffen – der Wunsch nach Struktur und Kontrolle in Phasen, die sich chaotisch anfühlen.

Mit dieser Perspektive rückt der Vorsatz weg von „Ich muss mich verbessern“ hin zu „Ich möchte etwas in meinem System neu ausbalancieren“.

Ziele setzen mit der SMART-Methode – ergänzt durch systemische Fragen

Die SMART-Methode (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert) bietet eine solide Grundlage, um Vorsätze umsetzbar zu machen.
Die systemische Perspektive macht sie nachhaltiger.

Zu jedem Ziel lohnt es, sich ergänzend zu fragen:

  • In welchem Kontext entsteht dieses Ziel?
  • Welche Auswirkungen wird es auf meine Beziehungen haben, wer wird es merken?
  • Was gewinne ich, wenn ich das Ziel erreich und was könnte ich eventuell verlieren?
  • Wie wird mein Umfeld auf diese Veränderung reagieren?

Diese Fragen erweitern den Blick und verhindern, dass ein gut gemeinter Vorsatz unbewusst Widerstände im eigenen System erzeugt.


Systemische Strategien, die beim Dranbleiben helfen

  1. Kleine Schritte mit großer Wirkung

Systemisch gesehen reichen kleine Veränderungen, um eingefahrene Muster zu unterbrechen.
Ein kurzer Spaziergang kann der erste Schritt zu einer neuen Routine sein – wichtiger als Perfektion ist Kontinuität.

  • Ressourcen in den Fokus rücken

Die Systemische Therapie betont:
Der Mensch besitzt bereits Ressourcen – er hat sie nur nicht immer im Blick.
Stellen Sie sich die Frage:

„Was hat in der Vergangenheit schon einmal funktioniert?“

Neue Vorsätze bauen erfolgreicher auf schon bestehende Stärken, als auf Defiziten.

  • Zirkuläres Denken einüben

Veränderung ist selten linear und es hilft anstatt zu sagen: „Ich muss mich ändern“,  die Frage: „Was kann ich in meinem Umfeld so gestalten, dass Veränderung leichter wird?“

  • Rollen bewusst betrachten

Wir bewegen uns täglich zwischen unterschiedlichen Rollen, Partner:in, Elternteil, Kolleg:in, Freund:in,…

Systemisch zu reflektieren, welche Rolle zu viel Raum einnimmt und welche zu wenig, macht Vorsätze klarer – und realistischer.

  • Selbstmitgefühl statt Selbstoptimierung

Systemische Arbeit geht davon aus, dass Verhalten immer einen guten Grund hat.
Rückschläge sind also keine „Fehler“, sondern Hinweise, dein System neu zu justieren.

Beispiele für inspirierende Vorsätze mit systemischem Twist

  • Jeden Monat ein kurzes „Check-in“ mit sich selbst: Welche Muster zeigen sich gerade?
  • Ein bewusster „Offline-Abend“ pro Woche, um Beziehungen und Erholung Raum zu geben.
  • Ein Dankbarkeitstagebuch, das Ressourcen sichtbar macht.
  • Ein monatliches „Entlastungsritual“: etwas loslassen, das nicht mehr nützlich ist.
  • Eine Gewohnheit verändern, indem man sie durch eine neue ersetzt – nicht indem man sie bekämpft.

Nutzen Sie gerne diese Fragen, um Ihre Vorsätze klarer, stimmiger und nachhaltiger zu gestalten:

 Kontext klären

  • In welchem Lebensbereich entsteht dieser Vorsatz?
  • Welche Situation oder welches Ereignis hat mich darauf aufmerksam gemacht?
  • Welche Bedürfnisse stehen dahinter (z. B. Ruhe, Verbindung und Geborgenheit, Struktur, Gesundheit,…)?

Systemische Verbindungen erkennen

  • Welche Personen in meinem Umfeld sind von meinem Vorsatz direkt oder indirekt betroffen?
  • Wie könnten sie auf meine Veränderung reagieren – unterstützend oder überrascht, irritiert,…?
  • Welche Wechselwirkungen zwischen mir und meinem Umfeld spielen hier eine Rolle?

Funktion des bisherigen Verhaltens verstehen

  • Welchen „guten Grund“ hatte mein früheres Verhalten?
    (Beispiel: Stressessen als kurzfristige Entlastung, Überarbeitung als Wunsch nach Anerkennung,…)
  • Was würde passieren, wenn ich dieses Verhalten einfach weglasse?
  • Was brauche ich als Alternative, damit der Vorsatz realistisch wird?

Ziel präzisieren (SMART+)

Formulieren Sie Ihren Vorsatz so, dass er umsetzbar bleibt:

  • Spezifisch: Was genau möchte ich tun?
  • Messbar: Woran erkenne ich Fortschritt?
  • Attraktiv: Warum ist dieses Ziel mir persönlich wichtig?
  • Realistisch: Ist das Ziel in meinem Alltag gut machbar?
  • Terminiert: Bis wann und wie oft setze ich es um?
  • Systemisch ergänzt: Welche Auswirkungen wird mein Ziel auf meine Beziehungen und Rollen haben?

 Ressourcen aktivieren

  • Was hat in ähnlichen Situationen früher schon gut funktioniert?
  • Welche Stärken und Fähigkeiten helfen mir bei diesem Vorsatz?
  • Wer aus meinem Umfeld kann mich unterstützen – und wie?

Kleine Schritte definieren

  • Was ist der kleinste mögliche erste Schritt?
  • Welche Mini-Gewohnheit kann ich täglich oder wöchentlich integrieren?
  • Wie kann ich mir die Veränderung leicht machen (z. B. Erinnerungen, Routinen, Vorbereitung)?

Fortschritt beobachten

  • Wie halte ich meine Fortschritte fest (App, Journal, Kalender)?
  • Woran merke ich, dass mein Vorsatz mir gut tut?
  • Wie gehe ich mit Rückschlägen um – und was könnte ein hilfreicher Umgang sein?

Systemische Reflexion zwischendurch

  • Welche Muster haben sich seit Beginn verändert?
  • Welche Rolle nehme ich heute ein, die vorher vielleicht zu kurz kam?
  • Welche Beziehung hat sich positiv entwickelt?
  • Möchte ich den Vorsatz anpassen oder erweitern?

Fazit: Vorsätze sind Chancen zur Neuordnung unseres Systems

Vorsätze fürs neue Jahr bieten die Möglichkeit, bewusst Einfluss auf die Dynamiken unseres Lebens zu nehmen und es damit aktiv zu gestalten.
Mit einem systemischen Blick werden sie weniger zu einem Akt der Selbstoptimierung und mehr zu einer Einladung, die eigenen Rollen, Bedürfnisse und Beziehungen neu auszurichten und sich dabei auch besser kennenzulernen. Wenn wir erkennen, in welchem System unsere Vorsätze entstehen, und welche Veränderungen sie anstoßen, steigt die Chance, dass sie wirklich nachhaltig wirken – und das neue Jahr nicht nur beginnt, sondern sich auch gut anfühlt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesundes und frohes Jahr 2026!

Advent mit Kindern – die Staade Zeit

Advent mit Kindern – die „staade Zeit“ bewusst genießen

Wenn die Tage kürzer werden, die ersten Schneeflocken fallen und der Duft von Plätzchen durchs Haus zieht, beginnt sie wieder – die staade Zeit. Der Advent ist für viele Familien die schönste Zeit des Jahres. Und doch: Gerade mit Kindern kann diese besinnliche Adventszeit schnell hektisch werden. Zwischen Schulveranstaltungen, Weihnachtsfeiern und Geschenkejagd bleibt oft wenig Raum für Ruhe und Achtsamkeit.

Dabei steckt im Advent so viel Magie – besonders, wenn man lernt, ihn bewusst und entschleunigt zu erleben.

Was „staade Zeit“ wirklich bedeutet

„Staad“ – das ist ein altes bayerisches und österreichisches Wort für „still“. Die staade Zeit ist also die stille Zeit: eine Phase des Wartens, der Vorfreude und des Ankommens.

Kinder spüren diese besondere Atmosphäre ganz intuitiv. Wenn draußen Lichter leuchten, Kerzen flackern und vertraute Lieder erklingen, fühlen sie: Jetzt ist etwas anders. Jetzt beginnt die Zeit, in der Familie, Wärme und Geborgenheit zählen.

Doch damit Kinder diese Stimmung wirklich erleben können, müssen wir Erwachsenen ihnen und uns selbst Raum für Ruhe schenken.

Kleine Rituale für einen besinnlichen Advent mit Kindern

1. Adventssonntage bewusst feiern

Jeden Sonntag eine Kerze am Adventskranz anzünden – das ist mehr als nur Tradition. Es ist ein Moment des Innehaltens. Vielleicht lesen sie gemeinsam in der Familie eine kleine Weihnachtsgeschichte,  singen Adventslieder, trinken Tee und essen Weihnachtskekserl dazu. So entsteht Woche für Woche ein Stück „staade Zeit“.

2. Adventskalender mit Herz

Ein Adventskalender muss nicht immer voller Schokolade sein. Warum nicht kleine Botschaften, Aufgaben oder gemeinsame Erlebnisse hineinpacken?
Zum Beispiel:

  • „Heute backen wir Plätzchen“
  • „Heute basteln wir Sterne fürs Fenster“
  • „Heute erzählen wir uns, was wir aneinander besonders mögen“
  • „Heute machen wir einen gemeinsamen Spaziergang“
  • „Gutschein fürs Schneemannbauen, sobald der Schnee kommt“

So wird der Adventskalender zu einem echten Familienritual – liebevoll, kreativ und ganz persönlich.

3. Weihnachtsgeschichten und Märchenstunden

Kinder lieben Geschichten – besonders, wenn sie im Kerzenschein erzählt werden. Ob Klassiker wie „Der Nussknacker“ oder neue Wintermärchen: Solche Momente schaffen Nähe und lassen uns die Hektik des Alltags vergessen.

4. Zeit statt Zeug schenken

Kinder brauchen keine teuren Geschenke, sondern gemeinsame Erinnerungen. Ein Spaziergang im verschneiten Wald, ein Spieleabend bei Kerzenlicht oder gemeinsames Basteln – das sind Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben.

So gelingt die Entschleunigung in der Adventszeit

Die besinnliche Adventszeit gelingt nicht von selbst – man muss sie sich bewusst schaffen. Hier ein paar Tipps für Familien:

  • Weniger ist mehr: Lieber wenige, feste Rituale statt ständigen Aktionismus.
  • Gemeinsam genießen: Kekserl backen, nicht weil man „muss“, sondern weil es Freude macht.
  • Freie Tage blocken: Ein Wochenende ohne Termine ist oft das schönste Geschenk.
  • Über Wünsche sprechen: Was bedeutet Advent für jedes Familienmitglied? Welche Rituale möchten alle beibehalten?

Wenn wir das Tempo drosseln, spüren Kinder sofort: Jetzt ist Zeit füreinander.


Der Advent mit Kindern ist eine Einladung, das Wesentliche zu sehen: Liebe, Nähe und kleine Momente der Freude.
Es braucht keine Perfektion, kein makelloses Weihnachtsfoto und keinen übervollen Geschenketisch.

Die staade Zeit lebt von leisen Momenten – vom Lachen beim gemeinsamen Backen, vom Flackern der Kerzen und von diesem warmen Gefühl, das sagt: Wir sind beieinander und gehörren zusammen. Und das ist genug.

Tipp für deinen Familienalltag:
Zünden Sie jeden Abend eine kleine Kerze an und nennen gemeinsam drei Dinge, für die Sie alle dankbar sind.
Eine winzige Routine, welche die Adventszeit in etwas wirklich Besonderes verwandelt und schon mit sehr jungen Kindern gut durchführbar ist.

Ich wünsche Ihnen allen eine staade, besinnliche Zeit und eine friedvolle Zeit mit Ihren Familien!